Umwidmung einer ehemaligen Mülldeponie in ein Naherholungs- und Freizeitgebiet.

Die Rekultivierung der Deponie in Remscheid kann nicht von einer einzeln geplanten Attraktion oder Investition abhängig gemacht werden. Vielmehr muss es darum gehen ein krisensicheres Konzept zu entwickeln, welches die BewohnerInnen Remscheids als Akteure mit einbezieht.

 

FREI LAUFENDE LAMAS ZUR LANDSCHAFTSPFLEGE

 

Ein Volkspark 2.0 strebt die Nutzung ökologischer Sukzession und sozialer Aneignungsprozesse als integralen Bestandteil an. Kollektive Kreativität wird Teil des Handlungsmodells und führt zu Eigendynamik. Die Anfangsinvestition wird auf ein Minimum reduziert indem der Bevölkerung zur Selbstverwaltung Flächen zur Selbstverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Lediglich eine steiler Wandersteig, eine Einschienenzahnradbahn, die auch zum Transport genutzt werden kann und Downhill Trails werden als Fortsetzungen schon bestehender Wegesysteme installiert.

Zum Schutz vor Überwucherung der Restflächen und zur Pflege werden Lamas angeschafft. Die Tiere können sich frei auf der Deponie bewegen. Das Futterangebot ist ausreichend, der Pflegeaufwand gering. Kleinere Baumpflanzungen tragen zur Parzellierung des Areals bei und bieten den Tieren ausreichend Schutz vor Witterung. Flächen zur Selbstorganisation können von den Benutzer selbst verwaltet und zum gemeinschaftlichen Anbau von Lebensmitteln genutzt werden.

 

 

 

2009
Jürgen Lehmeier, René Rissland, bauchplan Landschaftsarchitekten

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